Floristik - die Gestaltung von Blumen- und Pflanzenschmuck

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Floristik - zauberhafter Blumen- und Pflanzenschmuck selbst gemacht

Die handwerkliche Gestaltung von Blumen- und Pflanzenschmuck fasziniert die Menschen seit jeher und schon die Kleinsten haben großen Spaß daran, einen selbst gepflückten Wiesenblumenstrauß zu verschenken. Nun verschlägt es nicht jeden, der Spaß an floraler Gestaltung hat oder der über den sprichwörtlichen grünen Daumen verfügt, hauptberuflich in die Floristik. Doch sieht selbst gefertigter Blumen- und Pflanzenschmuck nicht nur toll aus, sondern macht auch ungleich stolzer als das käuflich erworbene Pendant. Zugegeben - ganz so einfach ist es nicht, prächtige Blumensträuße oder pfiffigen Pflanzenschmuck selbst zu zaubern. Nicht umsonst drücken angehende Floristen und Floristinnen für drei Jahre die Berufsschulbank. Dennoch lassen sich mit dem richtigen Handwerkszeug und einer gehörigen Portion Kreativität eindrucksvolle Ergebnisse erzielen.

Blumensträuße binden wie die Profis

Das, was im Endeffekt so eindrucksvoll aussieht, lässt Floristik-Einsteiger schon mal verzweifeln: der kunstvoll gebundene Blumenstrauß. Hierbei kommt es nämlich nicht nur auf die Wahl der passenden Blumen an, sondern auch auf die Technik des Bindens. Und ans Binden ist erst zu denken, wenn die Vorarbeit geleistet wurde. Alle Blumenstängel werden ab dem Bindepunkt – das ist der Punkt, an dem der Strauß gebunden wird und der hinterher im Wasser steht – von Blättern und Ästen befreit und mit einem scharfen Messer schräg angeschnitten. So nehmen die Blumen in der Vase genügend Wasser auf und halten länger, zugleich wird das Wasser nicht durch faulende Blätter getrübt. Sind die Stängel präpariert, werden sie von innen nach außen gebunden, das heißt: Die Blumen werden von der Mitte ausgehend spiralförmig übereinander gelegt. Das gelingt am besten, indem der Strauß mit jedem neuen Stängel leicht gedreht wird. Kleiner Tipp: Wer einige filigrane, hübsch verzweigte Äste in den Strauß einarbeitet, sorgt nicht nur für interessante Blickpunkte, sondern verleiht dem fertigen Blumenstrauß auch mehr Stabilität. Damit das florale Kunstwerk hält, wird der fertige Strauß nach dem Binden mit Bast fixiert und erst dann in der Vase arrangiert. Klappt es mit dem Blumenbinden nicht gleich auf Anhieb, ist das kein Grund zum Verzweifeln. Auch in der Hobby-Floristik gilt: Übung macht den Meister.

Sag’s durch die Blume

Floristen verstehen sich nicht nur auf die handwerkliche Gestaltung von zauberhaftem Blumen- und Pflanzenschmuck. Sie wissen natürlich ebenfalls, dass es so einiges gibt, was sich durch die Blume sagen lässt. Als frischer Frühlingsgruß sind Tulpen unschlagbar. Wer sich bedanken möchte, greift zur Sonneblume. Und der Liebsten schenkt der Mann natürlich Rosen. Kombiniert mit der richtigen Farbe erzählt der florale Gruß sogar noch viel mehr. Roter Blumenschmuck steht allgemein für die Liebe, ungeachtet dessen ob er nun in Gestalt von Rosen, Tulpen oder Nelken daherkommt. Auch der Strauß in Rosa sollte jemandem vorbehalten bleiben, dem man besondere Zuneigung schenken möchte. Optimismus und Lebensfreude verbreitet ein Blumenschmuck in Gelb oder Orange. Wer Hoffnung verschenken möchte, arbeitet grüne Gräser und Blätter in den Blumenstrauß ein. Mit weißem, schlicht gehaltenem Pflanzenschmuck wird oft Trauer assoziiert, dabei steht diese Farbe ebenso gut für die Unschuld und Reinheit. Um keine doppeldeutige Botschaft zu verschenken, sollte daher besser vor weißen Lilien Abstand genommen werden, denn die Lilie gilt als klassischer Grabschmuck. Es ist in der Tat nicht ganz so einfach, den Blumencode zu dechiffrieren. Auf der sicheren Seite bewegen sich alle, die sich für einen bunten Blumenstrauß entscheiden, denn hier neutralisieren sich Farben und Formen, so dass sich beim besten Willen keine geheime Botschaft im Blumengruß versteckt.

Duftpotpourris - kreative Floristik für jede Jahreszeit

Mit den passenden Blumen- und Pflanzenarrangements lässt sich jede Jahreszeit ins richtige Licht rücken. Zudem setzt duftender Pflanzenschmuck zauberhafte Akzente. Es muss nicht gleich ein imposantes Gesteck sein. Auch ein duftendes Potpourri aus Zweigen, Blättern und Tannenzapfen macht sich wunderbar. Einfach beim nächsten Waldspaziergang nach ein paar Tannen- oder Fichtenzweigen Ausschau halten, Rindenstücke und Tannezapfen aufsammeln und die Fundstücke in einem hübschen Korb oder einer formschönen Schale arrangieren. Wer mag, platziert noch ein Windlicht in der Mitte des Potpourris und erhält so im Nu eine stimmungsvolle Herbstdekoration. Wer dem Ganzen eine weihnachtliche Note verleihen möchte, gibt Nelken oder Zimtstangen hinzu.

Kränze für Tisch und Tür - stimmungsvolle Floristik für Fingerfertige

Ein Klassiker der Vorweihnachtszeit sind duftende Kränze. Sie schmücken festlich gedeckte Tafeln und sind ein Hingucker an jeder Tür. Wie weihnachtlich und opulent der Kranz geschmückt wird, bleibt jedem selbst überlassen. Das Herstellungsprinzip bleibt indes gleich. Für den Adventskranz werden Tannenzweige, ein Kranzrohling, Bindedraht und eine Zange benötigt. Zuerst die Tannenzweige in 10 – 12cm lange Abschnitte teilen. Nun die Zweige so lange Stück für Stück um den Rohling legen und am unteren Ende mit Draht fixieren, bis der Rohling vollständig mit Tannenzweigen bedeckt ist. Kleine Unebenheiten lassen sich wunderbar mit breitem Schmuckband oder einer schönen Schleife kaschieren. Ist der Kranz ansprechend mit Tannenzweigen bestückt, geht es an die Dekoration, die sich wahlweise mit Blumendraht oder einer Klebepistole auf dem Kranz fixieren lässt. Für den Türkranz wird ein leichterer Rohling aus Heu gefertigt, denn ein schwerer Tannenkranz wäre hier einfach zu viel des Guten. Den Kranzrohling aus Metall hierfür abschnittsweise mit Heu umwickeln und das Ganze mit dünnem Bindedraht fixieren. Auch die Dekoration sollte nicht so schwergewichtig sein wie bei dem rustikaleren Tannenpendant. Der Türkranz erhält nun noch ein schmuckes Band als Aufhängung, der Tischkranz kann  direkt an der Kaffeetafel zum Einsatz kommen.


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